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Meine München Wanderung

Wanderung von Rumbach nach München

Am 21.Sept 2009 morgens um 8 Uhr  fällt der Startschuß zu einer nicht alltäglichen Tour:

In 10 Tagen will ich,der Wirt vom Salztrippler,

 die rund 350 km zu Fuß von Rumbach nach München auf die Wies´n zum Oktoberfest wandern.

 

Die im Vorfeld geplanten Zwischenziele sind:

       Mo 21.Sept                nach 41 km Berg/Pfalz

Di 22.Sept                  nach 72 km Keltern

        Mi 23.Sept                 nach 110 km Leonberg

            Do 24.Sept                nach 149 km Plochingen

                    Fr 25.Sept                   nach 187 km Bad Überkingen

        Sa 26.Sept                 nach 225 km Leipheim

     So 27.Sept                 nach 265 km Horgau

Mo 28.Sept                 nach 300 km Ried

     Di 29.Sept                   nach 328 km Olching

                                    Mi 30.Sept               nach 348 km Theresienwiese München

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Mo 21.Sept

Originalbericht von Manfred Albrecht:

8.20 Uhr, ich starte in Rumbach zu meiner Tour nach München. Ich laufe mit Nordic Walking stöcken und habe 18 kg Gepäck dabei. Die Strecke bis Wissembourg schaffe ich bis kurz vor 12 Uhr. Dort esse ich einen Salat und mache mich wieder auf den Weg nach Berg. An der Pferderennbahn kurz nach Altenstadt biege ich rechts ab und laufe den Radweg nach Lauterburg. An Schleihtal und Salmbach vorbei gehts auf dem brettlebenen Weg bis Scheibenhard. Das Wetter ist genial und wenn die Füße nicht so brennen würden, wär es perfekt. Die letzten 2km von Lauterburg bis berg sind richtig anstrengend und ich bin happy, als ich um 18.30 im Gästehaus Grill in Berg einchecke. 42km sind schon einmal gelaufen, jetzt sind es "nur" noch 308km bis München :-)

Di 22.Sept

Ich starte meine 2. Etappe um 8.15 Uhr in Berg. Ich bin soweit fit, nur die Waden sind noch etwas hart, aber das legt sich. In Neuburg wechsle ich mit der Fähre über den Rhein. Kostet einen Euro. Ich komme gut vorwärts bis Ettlingen, hier kennt man scheinbar noch keine wegweiser. ich verhau mich 2 mal und laufe den Umweg über Bruchhausen. 5 km für die Katz. Um 14.30 bin ich erst in der Altstadt von Ettlingen und wechsel die Klamotten. Es ist verdammt warm heute. Dann gehts weiter nach waldbronn und hier gehts ziemlich steil hoch nach Langensteinbach und dann wieder runter nach Ellmendingen/Keltern. Hier übernachte ich im Goldenen Ochsen. Aus geplanten 32 km sid am Ende 42 km geworden.

Mi 23.Sept

Es sollte der bisher härteste Tag werden. Es fing alles normal an, um 7 Uhr aufstehen, um 7.30 frühstücken und um kurz nach 8 losgehen. Es geht nur bergauf, bis ich in Birkenfeld bin, von da an laufe ich in gut 400m Höhe Richtung Pforzheim. In Pforzheim kommt die nächste Prüfung. Der Buckenberg, steiler gehts kaum, die Autos die neben mir fahren, haben glaub ich den zweiten Gang drin. Doch es sollte noch besser kommen: Der Wurmberg, echt hartcore wandern, brutale Steigungen und Gefällstrecken kurz hintereinander, wie der Wanderer ja immer sagt: Bergab tut weh, Bergauf strengt nur an :-)    Abends komme ich dann in Weissach an und finde zum Glück gleich ein Zimmer, ein Weizen und ein Salat und ab in die Koje heisst es dann nur noch.

Do 24.Sept

8.30 gehts los, bis Rutesheim brauche ich eine Stunde. Es sind noch 5,5 km bis Leonberg. Meine ursprünglich Route über Plochingen habe ich aufgegeben und nehme den Weg durch Vaihingen so spare ich mir die Stuttgarter Innenstadt. Nach einer unnötigen 3 km Schleifeam Bärensee bei Bürnau erreiche ich Plieningen hier übernachte ich eher schlecht als recht. Aber egal, hauptsache schlafen.

Fr 25. Sept

Heute morgen merke ich zum ersten Mal so richtig die gelaufenen km in den Knochen, alles gleichmäßig matt.Es geht durch die Felder nach Degendorf, rechts von mir die Stadt, links die A8 und über mir die Flieger vom Stuttgarter Flughafen. Nach 15 min. schlafen auf einer Wiese schön in der Sonne, gehts nach Weilheim an der Teck, hier übernachte ich im Hotel Post.

 

Sa 26.Sept

Heute gehts mir super. Gut geschlafen und gut gefrühstückt gehts nach Bad Dietzenbach, es geht steil nach oben und ich muss auf der Landstraße laufen, es ist heute morgen nur 6 Grad. Es läuft super, die 5 km hoch ans deutsche haus auf 688m schaffe ich in einer Stunde. Über Bad Überkingen gehts nach Reutti ins Hotel "Gesunde Luft".

So 27.Sept

Heute bin ich schon um 8.00 Uhr unterwegs, ich wundere mich noch wie schnell die Muskeln und die Füße sich erholen können. Ich nehme bis 10.45 Uhr die Steigungen bis hoch nach Westerstetten um dann unter einem Apfelbaum mein nasses Hemd zu wechseln.Ich hänge die Sachen außen an den Rucksack, so können sie während des Laufens trocknen. Dann "leihe" ich mir, von dem Baum unter dem ich lag,  noch 2 Äpfel:-) aus und lauf weiter  nach Langenau, in dem Ort Leipheim übernachte ich dann.

Mo 28. Sept

Heute war der                                                     

härteste Tag, zunächst war aber alles gut. ich lief an der Donau entlang Richtung Günzburg und sang das schöne Lied "Einst ging ich am Strande der Donau entlang....", ich hoffe es hat keiner gehört. :-)      In Burgau hab ich beim "Olivenbauern" mittag gemacht, (sehr uriges Wirtshaus) hier bin ich jetzt übrigens schon in Bayern. Dann ging die Kacke los, durch den Scheppacker Forst, (übrigens wieder so ein Supertip von einer Eingeborenen) Ein paar Schlaumeier haben den Weg mit grobem Kiesel "befestigt", ich laufe wie auf Eiern. Mein rechtes Fußgelenk macht schlapp. Ich muss mehrmals pausieren und bin komplett erledigt, als ich im Gasthaus "Adler" ankomme. Omas Schweinebraten und zwei Weizen lassen es aber zu einem halbwegs erträglichen Tagesabschluss werden. Bis München sind es jetzt noch 90 km.

 

Di.29.Sept

Das Frühstück heute war das bisher beste, der Wirt hier weiß was ein ausgelauchter Wanderer braucht:-)) Um 8.10 Uhr gehts los. Als erstes komme ich nach Horgau, ein wunderschönes Städtchen mit tollen Fachwerkhäusern. Die Wege hier, sind in einem perfekten Zustand und die Beschilderung ist ebenfalls gut. Jetzt muß ich einfach nur noch laufen...

3 Stunden dauert die Wanderung alleine durch Augsburg, auch hier ist alles sehr gut beschildert und ich komme ohne mich groß zu verlaufen gegen 17.00 Uhr nach Friedberg, ich beschließe hier zu bleiben und checke im Gasthof zur Linde ein. Wie sich später herausstellen sollte, keine gute Idee.

Mi.30.Sept

FURCHTBAR!!! Also dieses Zimmer war echt "unterste Schublade"!

Nicht nur das Bett war miserabel, auch die Geräuschkulisse war enorm. Bis morgens um 3 Uhr ein Theater im und ums Haus, man dachte echt man ist hier im Irrenhaus. Nach vielleicht 3 Stunden Schlaf hab ich dann fluchtartig Friedberg verlassen und machte mich auf den Weg zu meinem letzten Etappenziel, Olching. Mein rechter Knöchel macht jetzt so langsam ganz schlapp, ich laufe jetzt schon seit 3 Tagen  mit Dauerschmerzen, heute hab ich mir sogar mal eine Schmerztablette eingeworfen um das ganze erträglicher zu machen. Ich wundere mich sowieso, das mein Körper, mal vom Knöchel abgesehen, das alles so gut wegsteckt, ich denke hier macht sich die gute Vorbereitung bemerkbar. Am Ende des Tages, es ist schon gleich dunkel, erreiche ich das Gästehaus Wohl in der Daxerstr. in Olching. Wie sich zeigen wird eine gute Wahl, ich schlafe wie tot und bin am Donnerstag topfit für den ENDSPURT NACH MÜNCHEN.

Do. 1.Okt

So, heute ist der letzte Tag der Wanderung, nach dem Frühstück, will ich los, aber die Wirtin läßt mich erst losziehen nachdem sie mir mein doch ziemlich zerknittertes Hemd, gebügelt hat. "So gehn´s mer net aufd Wiesn" meint sie vorher.:-)) Super:-))

Ich hab nach den ersten Kilometern das Gefühl, das es sich mit frisch gebügeltem Hemd irgendwie leichter läuft:-)

Es geht Olching raus Richtung Gröbenzell und dann sehe ich es......das Ortsschild München, ich bin im Stadtgebiet München doch bis zur Wiesn sind es noch 17 km. 17 km durch München Wahnsinn!! Alleine die Landsbergerstraße die von Pasing ins Zentrum führt ist 10 km lang schätze ich. Unterwegs gönne ich mir noch einen Brathendlsalat und dann bin ich da. Die Oktoberfestwiesn!!

Nach 10 Tagen und 5 Stunden erreiche ich mein Ziel. Aus den Zuhause ausgerechneten 350 km sind nach meiner Schätzung, bedingt durch Umweg, bestimmt 400 km geworden.

 
Fazit: Eine ungeheuer interessante Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.
 

 

                      

           

Für Ende 2011 ist eine neue Tour geplant, Motto:

 In 20 Tagen von Rumbach nach Berlin

       

 

 

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© Manfred Albrecht